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Arbeiten als Rentner - das müssen Sie beachten


lächelnde Rentnerin am Arbeitsplatz

Arbeiten als Rentner ist keine Seltenheit mehr. Knapp jeder Zehnte ist neben der Rente erwerbstätig was eine bundesweite Studie zeigt welche von Heimkapital in Auftrag gegeben wurde. Erstens fühlen sich viele Senioren fit und möchten ihre Erfahrung und Kraft weiter ins Erwerbsleben einbringen. Zweitens sind viele Menschen im Alter auf Zuverdienst angewiesen. Wenn Sie als Rentner arbeiten, müssen Sie die Regeln kennen. Dieser Artikel klärt Sie über alles Wichtige auf. Zum Beispiel, wie viel Sie als Rentner dazuverdienen können, ob Sie Rente beziehen und Vollzeit arbeiten dürfen oder welche Sozialabgaben Sie zahlen müssen.

Inhaltsverzeichnis

Arbeiten als Rentner: Die Regelaltersgrenze entscheidet über Abzüge

Rente und Arbeiten passen nur zusammen, wenn das Geld stimmt. Die Frage, ob und wie viel gekürzt wird, hängt vom Alter des Rentners ab. Haben Sie die Regelaltersgrenze überschritten, dürfen Sie Ihren Verdienst aus einer Beschäftigung Rentner voll und ganz behalten - Ihre Einkünfte werden nicht auf Ihre Rente angerechnet. Diese Regelaltersgrenze liegt für den Rentnerjahrgang 2020 bei 65 Jahren und neun Monaten. Bis 2029 wird sie schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Wenn Sie diesseits der Regelaltersgrenze zur Rente dazuverdienen, gelten Hinzuverdienstgrenzen. Das betrifft das Arbeiten als Rentner bei einer vorgezogenen Altersrente für langjährig Versicherte; einer Altersrente wegen Arbeitslosigkeit; einer Rente im Rahmen der Altersteilzeit. Die Hinzuverdienstgrenzen fürs Arbeiten als Rentner gelten bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze.

Arbeiten als Rentner ist also vor der Regelaltersgrenze mit Abschlägen verbunden. Wie hoch sind diese? Das kommt darauf an, ob Sie eine Altersvollrente oder eine Teilrente beziehen. Gesetzt den Fall, Sie arbeiten als Rentner und beziehen eine Vollrente. Dann sind Ihren Hinzuverdienstmöglichkeiten vor der Regelaltersgrenze enge Limits gesetzt - nämlich die der geringfügige Beschäftigung für Rentner. Gemeint ist der sogenannte Minijob bis 450 Euro. Allerdings hat der Gesetzgeber fürs Arbeiten als Rentner Kulanz walten lassen. Weil bei der Beschäftigung Rentner Überstunden, Urlaubs- und Weihnachtsgeld anfallen könnten, dürfen Sie zweimal im Jahr 900 Euro monatlich abschlagsfrei addieren. Macht summa summarum 6.300 Euro. Alles, was Sie darüber hinaus als Rentner dazuverdienen, wird zu 40 Prozent auf Ihre Rente angerechnet. Für das Arbeiten als Rentner in Teilrente ist der Hinzuverdienst-Spielraum höher. Er wird individuell berechnet.

Achtung: Ausnahmen im Corona-Jahr! Rente und Arbeiten ist für das Jahr 2020 neu definiert worden. Hintergrund: Die starke Arbeitskräfte-Nachfrage bei gleichzeitig hohen Ausfallraten. Darum dürfen Sie in diesem Jahr 44.590 Euro zur Rente dazuverdienen!

Arbeiten als Rentner: Fallen Steuern und Sozialversicherungsabgaben an?

Steuern und Sozialabgaben richten sich nach dem Verdienst. Wenn Sie eine geringfügige Beschäftigung als Rentner ausüben, also innerhalb des 450-Euro-Minijob-Bereichs bleiben, müssen Sie nichts versteuern. Für alle, die als Rentner arbeiten und über dieser Verdienstgrenze liegen, gelten die normalen Steuervorschriften. Arbeiten als Rentner über 450 Euro hinaus bedeutet: Sie unterliegen der Einkommenssteuerpflicht. Allerdings gewährt der Gesetzgeber bei der Beschäftigung von Rentnern einen Steuerfreibetrag. Dieser wird Altersentlastungsbetrag oder Rentenfreibetrag genannt. Die Verdienste aus Ihrem Arbeiten als Rentner besteuert das Finanzamt nach der Klasse 6. Das ist die Steuerklasse mit den höchsten Abzügen, aber hier haben Sie keine Wahl. Klasse 6 gilt für alle Nebentätigkeiten, also auch für das Arbeiten als Rentner. Die Steuerklasse Ihrer Rentenbezüge bleibt davon unberührt.

Die Art der Sozialversicherungsabgaben hängt davon ab, in welchem Alter Sie als Rentner arbeiten gehen - diesseits oder jenseits der Regelaltersgrenze? Jenseits besteht Beitragspflicht für die Kranken- und Pflegeversicherung. Fürs Arbeiten als Rentner besitzen Sie keinen Krankengeld-Anspruch. Darum zahlen Sie einen ermäßigten Krankenversicherungsbeitrag. Haben Sie Ihre Regelaltersgrenze nicht erreicht, müssen Sie zusätzlich Beiträge an die Arbeitslosen- und Rentenversicherung entrichten. 

Arbeiten als Rentner: die Alternativen

Es gibt typische Fragen, die zum Thema Arbeiten als Rentner auftauchen. 

  • Darf ich Rente beziehen und Vollzeit arbeiten? - Selbstverständlich. 
  • Gibt es Grenzen beim Verdienst, wenn Rentner arbeiten? - Nein. Falls Ihr Verdienst vor der Regelalterszeit die Freibetrags-Grenze überschreitet, wird er zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet.
  • Sind Arbeiten als Rentner in allen Tätigkeiten erlaubt? - Grundsätzlich ja. Es gelten die Arbeitsschutzbestimmungen. Es wäre es begrüßenswert, wenn der Arbeitgeber für die Beschäftigung von Rentnern gute Rahmenbedingungen schaffen würde. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten und eine innerbetriebliche Gesundheitsfürsorge.

Viele Menschen in Deutschland entschließen sich aufgrund zu schmaler Ruhestandsbezüge zum Arbeiten als Rentner. Für die Immobilienbesitzer gibt es noch andere Möglichkeiten, die Rente aufzubessern. Gerade für Menschen, die ihr vertrautes Haus nicht verlassen möchten, lohnt sich ein Immobilien Teilverkauf. Sie erhalten eine faire Summe für den Teilverkauf, bleiben in ihren vier Wänden wohnen und haben volle Eigentümer- und Gestaltungsrechte. Einen Teil des erlösten Geldes können Sie bei Bedarf zusammen mit einem Modernisierungskredit in den Umbau fürs Wohnen im Alter stecken. Das Teilverkaufs-Modell unterscheidet sich von dem Hausverkauf auf Rentenbasis, auch Leibrente genannt. Hierbei verkaufen Sie Ihre Immobilie ganz. Im Gegenzug erhalten Sie steuerpflichtige Teilzahlungen und ein Wohnrecht.

Fazit 

Arbeiten als Rentner lohnt sich. Allerdings sollten Sie vor Erreichen der Regelaltersgrenze auf die Freibeträge achten. Und auf Ihre Gesundheit! Immobilienbesitzern bietet der Immobilienteilverkauf eine gelungene Alternative, mit der sie ihre Rente aufbessern können.

*Der Inhalt, Ratschläge und die angegebenen Informationen der Magazinseiten dienen allein informativen Zwecken und können keine Einholung von Rechtsrat ersetzen

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