Winterdienst Kosten - Was darf der Winterdienst kosten?

Was sind die Vorteile eines professionellen Anbieters für den Winterdienst? Was darf er kosten?

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    Senior mit Schaufel beim Schneeräumen

    Sobald die ersten Schneeflocken fallen, sind Immobilieneigentümer besonders gefragt: Sie müssen grundsätzlich die Verkehrssicherheit rund um ihre Immobilie gewährleisten und haften bei Versäumnissen für eventuelle Schäden Dritter. Sinnvoll ist es also, rechtzeitig einen zuverlässigen Winterdienst zu beauftragen. Was dabei zu bedenken ist und welche Preise Sie einkalkulieren sollten, können Sie hier im Detail nachlesen.

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    Wer ist zuständig für den Winterdienst? 

    Die kalte Jahreszeit hat durchaus ihre Reize: Die weiße Pracht kann selbst graue Städte in ein Winterwunderland verwandeln - gleichzeitig kommt es aber auch zu glatten Wegen und Bürgersteigen, die nach Frostnächten zur Gefahrenquelle werden. Als Eigentümer stehen Sie nun in der Pflicht, die an Ihr Grundstück angrenzenden Gehwege zu räumen und zu streuen, um die sichere Nutzung zu gewährleisten. Versäumen Sie dies, haften Sie für die Folgen, wenn Passanten stürzen - und das kann sich in der Theorie deutlich summieren. Darüber hinaus droht ein Bußgeld von der Kommune. Zuständig für das Räumen und Streuen ist demnach jeweils der Eigentümer einer Immobilie, doch bei einigen Sonderabkommen wie der Immobilienverrentung sind weitere Details wichtig:

    • Immobilienteilverkauf

    Der Immobilienteilverkauf zeichnet sich dadurch aus, dass Sie einen Teil Ihrer Immobilie verkaufen, um mit der durch den Verkauf gelösten Summe finanziell unabhängiger zu sein. Gleichzeitig wird durch ein im Grundbuch eingetragenes, sogenanntes Nießbrauchsrecht sichergestellt, dass Sie auch den verkauften Teil weiterhin gegen einen geringen monatlichen Beitrag nutzen können. Dadurch stellt sich hier natürlich die Frage, wer in dem Fall von zwei Eigentümern die Verantwortung beim Winterdienst trägt. Auch wenn Sie einen Miteigentümer haben, behalten Sie als Mehrheitseigentümer allein die Entscheidungsfähigkeit über Ihre Immobilie und bleiben verantwortlich für alle Belange rund um die Immobilie - und damit auch für den Winterdienst.

    • Leibrente

    In diesem Fall kommt es darauf an, ob Sie die Immobilie durch ein Nießbrauchs- oder Wohnrecht weiterhin bewohnen dürfen. Bei dem Modell einer Leibrente sind Sie zwar nicht mehr Eigentümer der Immobilie, sollten aber Ihren Vertrag genau auf die Zuständigkeit für den Winterdienst prüfen. Die Haftung kann nämlich durchaus weitergegeben werden.

    Umfang und Notwendigkeit des Winterdienstes

    In der Praxis heißt das: Von Montag bis Samstag haben Sie die Wege von 7 bis 20 Uhr, am Sonntag und feiertags von 8 bis 20 Uhr freizuhalten. Dabei reicht es nicht aus, den Winterdienst um 7 Uhr zu starten - bis dahin sollten die Gehwege bereits geräumt sein. Sie sollten den Winterdienst auch über den Tag hinweg regelmäßig durchführen, ausschlaggebend dabei sind Länge und Intensität des Schneefalls. Einsetzen sollte der Winterdienst direkt nach Ende des Schneefalls und beim Start von Schnee- und Eisglätte. Das Ziel ist, dass es in den oben genannten Zeiträumen auf Ihrem Grundstück und den Gehwegen zu keinen Unfällen kommen kann, die durch einen angemessenen Winterdienst vermieden werden können. Da Sie den Zugang zur Haustür dauerhaft freihalten müssen, kann also einiges an Arbeit auf Sie zukommen. 

    Gleichzeitig gibt es aber noch einige Vorschriften, die Sie beachten sollten: So darf Streusalz zum Beispiel nur noch in wenigen Gemeinden eingesetzt werden, stattdessen wird Splitt vorgeschrieben. Verwenden Sie jedoch diesen, müssen Rückstände schnell entfernt werden. Nicht umsonst beauftragen viele Eigentümer einen professionellen Winterdienst: Auch, wenn das Schneeräumen Kosten verursacht, überwiegen doch die Vorteile - sofern Sie bei der Auswahl umsichtig vorgehen.

    Was darf ein professioneller Winterdienst kosten?

    Grundsätzlich sollten Sie als Privatperson für einen professionellen Winterdienst folgende Kosten einplanen:

    • je Quadratmeter und Einsatz zwischen 0,50 und 2,50 Euro
    • je Monat eine Pauschale zwischen 20,00 und 80,00 Euro
    • je Quadratmeter für Streugut zwischen 0,20 und 0,50 Euro
    • je Nachteinsatz zwischen 20 und 5 Uhr rund 40% der Schneedienst Kosten
    • je Sonn- und Feiertag bis zu 75% der Kosten für den Winterdienst

    Benötigen Sie also den Winterdienst 20-mal in einem Winter, müssen Sie mit rund 2.500 Euro Kosten für die Schneeräumung rechnen. Insgesamt können die Kosten aber stark schwanken und hängen von einigen Faktoren ab.

    Welche Aspekte haben den größten Einfluss auf die Winterdienst Preise?

    Naturgemäß hängen die konkreten Preise für den Winterdienst vom Wetter ab: Je mehr es schneit, desto mehr muss auch geräumt werden und desto öfter muss der Winterdienst für Sie ausrücken. Darüber hinaus spielt die relevante Fläche eine wichtige Rolle bei der Berechnung der Schneedienst Kosten: Müssen zum Beispiel Gehwege rund um Ihr Haus geräumt werden, wird dies mehr kosten, als dies bei einem kleinen Stück Bürgersteig der Fall ist. 

    Worauf sollte ich bei der Wahl des Winterdienstes achten?

    Die Preise für den Winterdienst hängen stark davon ab, in welcher Gemeinde Sie wohnen. Außerdem verlangt jeder Anbieter unterschiedlich viel für die Durchführung des Winterdienstes. 

    Achten Sie einerseits auf die Pauschalen, die unabhängig von der Anzahl der Einsätze erhoben wird und andererseits auf die Preise pro Quadratmeter und Einsatz. Hierfür ist es auch hilfreich, regelmäßig den Wetterbericht zu überprüfen, um einschätzen zu können, wie oft der Winterdienst in der nächsten Zeit gebraucht wird.

    Warum ist Winterdienst nicht gleich Winterdienst?

    Wichtig bei dem Einplanen der Kosten für die Schneeräumung ist außerdem zu beachten, dass nicht nur die Gehwege zum Hauseingang und zum Briefkasten zum Winterdienst gehören, sondern auch Garagen, Tiefgaragen oder Mülltonnen sicher zugänglich sein sollten. Die Gemeinde schreibt darüber hinaus vor, in welcher Breite die Bürgersteige und Zugänge zu räumen sind. Ein professioneller Winterdienst wird dies berücksichtigen, doch gehen Sie hier auf Nummer sicher: In der Regel müssen wenigstens 1,50 m auf Bürgersteigen begehbar sein, bei Zugängen zum Haus reichen meist 0,50 m aus.

    Wie viel sollte ich maximal ausgeben für einen Winterdienst?

    Das lässt sich schwer beziffern, da die für das Schneeräumen-Kosten von der Häufigkeit und der Intensität des Schneefalls in Ihrer Region abhängt. Grundsätzlich sollten Sie aber die Schneeräumdienst-Preise in Ihrem Ort vergleichen, dabei jedoch sowohl Preis als auch Leistung im Blick behalten.

    Was sollte ich noch über die Kosten des Winterdienstes wissen?

    Auch wenn die Schneeräumung-Preise zunächst hoch erscheinen, bringt Ihnen ein professioneller Winterdienst doch ein hohes Maß an Sicherheit: Sie müssen sich nicht selbst schon am frühesten Morgen um den Winterdienst kümmern sondern können verschneite Tage gemütlich mit einer Tasse Tee vor dem Kamin verbringen. Darüber hinaus beteiligt sich das Finanzamt mit bis zu 4.000 Euro jährlich für haushaltsnahe Dienstleistungen, sofern Sie ein Unternehmen mit dem Winterdienst beauftragen.

    Fazit: Die Vorteile eines professionellen Winterdienstes

    Unter dem Strich heißt das: Sie können das Schneeräumen bequem erledigen lassen und die Preise für den Winterdienst steuerreduzierend ansetzen. Damit verliert die kalte Jahreszeit einen Großteil des Schreckens für Eigentümer, denn den Winterdienst müssen Sie keineswegs selbst übernehmen. Wenn Sie sich rechtzeitig um einen seriösen Dienstleister kümmern und die Preise vergleichen, können Sie sich sorgenfrei auf den ersten Schneefall freuen.

    *Der Inhalt, Ratschläge und die angegebenen Informationen der Magazinseiten dienen allein informativen Zwecken und können keine Einholung von Rechtsrat ersetzen